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Freitag, 1. April 2016

LOVE IN THE AFTERNOON (Filmtherapie 035/275) oder: Wo wir Touristen im Berner Frühling überall küssen können

USA, 1957 
Komödie Literaturverfilmung von Billy Wilder

Die Liebesgeschichte eines jungen Mädchens, das sich einem alternden Playboy gegenüber als erfahrene Frau ausgibt, um sein Interesse zu wecken.


Claude Anets frivoler Roman verliert in Wilders Verfilmung durch die Fehlbesetzung mit Gary Cooper seine erotische Spannung und wird dank Audrey Hepburns koboldhaftem Charme zur romantischen Märchenkomödie.

(Remake der deutschen Komödie "Ariane", 1930)

Filmwissen für Besser-Wisser: Kein anderer Regisseur hat lustigere, beschwingtere und überraschendere Monologe/Filmanfänge als Billy Wilder

Montag, 7. März 2016

MARTY (Filmtherapie 10/275) oder: Wie Mann und Frau sich schüchtern kennenlernen kann..

oder wie ich lernte Schwarz-Weiss-Filme zu lieben: Denn bis auf das Tanzen, den Glauben und den Heiratsdruck hat sich in 60 Jahren nix verändert, oder? 

Marty oder wenn die Urangst regiert,
abgewiesen zu werden


Marty Trailer



Die Liebesgeschichte zwischen einem Fleischergesellen und einer unscheinbaren jungen Frau in New York. Der mehrfach ausgezeichnete Film ist genau in der Milieuschilderung, psychologisch feinfühlig und hervorragend gespielt. Quelle: Lexikon des internationalen Films

Marty oder warum Männer
eifersüchtiger sind als Frauen


Marty oder was ist Projektion?


Marty oder wenn Du meinst,
Liebe entsteht reibungslos


Marty oder Dr. Strangelove verschreibt
Feministinnen eine Machoszene

Samstag, 5. März 2016

Dein Schicksal in meiner Hand (Filmtherapie 008/275) oder: Warum Journalisten im Gefängnis sitzen


Dein Schicksal in meiner Hand ist ein US-amerikanischer Film über das Mediensystem des Regisseurs Alexander Mackendrick aus dem Jahr 1957.


Unabhängige Medien 2020: Express-Zeitung

Mit einfacher Menschlichkeit ist bei der wichtigsten Staatsmacht - die Medien - keine Zeile zu gewinnen. Bevor Dr Dällebach Kari mit HSG-Studium in die Politik einsteigt, darf er sich zuerst mit allen Wassern waschen. Eines der Wässerchen ist zum Beispiel der wichtigste Post-Mc-Carthy-Ära Film "Sweet Smell of Success" (Dt. Titel: Dein Schicksal in meiner Hand) aus dem Jahre 1957 vom Drehbuchautor Ernest Lehman. Seine Werke heissen u.v.a Sabrina, Der unsichtbare Dritte, West Side Story, The Sound of Music oder Wer hat Angst vor Virginia Woolf?


Nicolas Hayek und Hannes Britschgi während dem Interview



Wer hat Angst vom heissen Stuhl?: Der Stuhl für das Mittwochabend-Interview der Sendung Rundschau auf SF DRS. Erfinder und Baumeister des Stuhls ist der Obwaldner Hannes Britschgi, ehemaliger Chefredaktor des Sonntagsblicks, Leiter der Ringier-Journalistenschule und CEO-Assistent von Ringier. Er moderierte gestern die Veranstaltung "Was Medien gerne verschweigen" und ich durfte ihn gestern kennen lernen. Wie frei der Urschweizer ist, wird er zusammen mit dem kleinwüchsigen und aufstrebenden Schaffhauser Rotschopf Christoph Lenz in der Berichterstattung im Wahlkampf zeigen. 



Patrick "Pädu" Feuz, Chefredaktor der tamedia-Zeitung Der Bund

Denn Dr. Strangelove's politisches Schicksal nächsten Berner Stadtpräsident zu werden, ist in der Hand des Chefredaktors Feuz Zeitung DER BUND. Und diese ist in der Zürcher TAMEDIA-Hand. Und beide machen Fäuste in ihren eigenen Hosentaschen. Denn beide können nicht mit konstruktiver Kritik umgehen, Vergebung und Bruder Klaus kennen sie nicht und haben deshalb den Porträt-Artikel, welcher für 26. Januar geplant war, auf unbestimmte Zeit verschoben. Zwei Tage später folgte meine Einweisung in die Psychiatrie Waldau. Welche Mächte dahinter stehen, werde ich trotz des Artikel 8 im Bundesgesetzes über den Datenschutz nie ergründen können. Doch was ich ergründen kann, sind die Mechanismen der Medien, die sich in der von Männer beherrschten Welt nie ändern werden.


Lektion 1:
Marionette oder Goldene Leiter zur Sonne
(78 Sek.)


2. Lektion
Lügen Ja, aber nicht
beim Auftraggeber (38 Sek.)

3. Lektion
Ja zu falschen Gesichter oder wie Frau Ritz
 ein Rundschau-Lächeln montiert (57 Sek.)

4. Lektion
Presse-Agenten und Verleger sind bemit-
leidenswerte Porfilierungsneurotiker (134 Sek.)

5. Lektion
Hab' den Skrupel einer Hyäne
und die Moral eines Gangsters (128 Sek.)

6. Lektion
Gefängnis der Karriere, Erpressung
Furcht , Ehrgeiz und Begierde (127 Sek.)


Samstag, 27. Februar 2016

Filmtherapie (001/275) Das siebente Siegel zum 7 Jahresjubiläum von Dr. Strangelove: Oder was macht das Leben lebenswert?

Anlass: Heute feiert meine Videoapotheke Dr. Strangelove seinen 7. Geburtstag. Heute starte ich mit der Filmdatenbank auf DRS 5 auch meine Kampagne für die Stapi'16-Wahlen. Die Auswahl an guten Filmen mit der SIEBEN im Titel ist gross: Sieben Samurai, Die glorreichen Sieben, Das verflixte 7, Hanekes 7. Kontinent, die 3 Clochards von Hinter den sieben Gleisen, Finchers Seven, die Siebtelbauern, 7 Dias en la Habana, Walt Disneys Erstling: Schneewittchen und die Sieben Zwergen. Trotzdem fällt es mir leicht die  Lieblingsszene aus diesen Filmen herauszuschälen.


Krankheitsbild: Die Szene kommt aus dem Film "Das siebente Siegel" von Ingmar Bergman, der entgegen der Medien-Propaganda, auf mich überhaupt nicht depressiv wirkt. Depressiv macht micht höchstens die Tatsache, dass ein Hollywood Blockbuster heutzutage am ersten Wochenende mehr eingespielt haben muss als das Gesamtwerk von meinem skandinavischen Lieblingsregisseur. Zudem verschwinden in unserer Gesellschaft nicht nur die Begegnungsräume, sondern durch Digitalisierungs-Pest auch die Begegnungsfähigkeit.


Zur Filmszene: Das siebte Siegel / Det sjunde inseglet (1957, 92', DEU oder SVE/d, Buch und Regie: Ingmar Bergman, Kamera: Gunnar Fischer) Mitte des 14. Jahrhunderts: Ritter Antonius Block kehrt mit seinem Knappen Jöns nach zehn Jahren Kreuzzug in seine Heimat Schweden zurück. Dort treffen sie auf die Pest und begegnen dem Gauklerpaar Mia und Josef. Der Film mit großer künstlerischer Kraft gestaltete Film meditiert über den Verlust von Sinnbezügen und die Suche nach Haltepunkten in einer neuzeitlichen Welt.


Warum ist diese Filmszene heilsam? Weil der Ritter (Max von Sydow) in dieser Minuten das Lebensglück ermisst und es erfasst, was ich mit meiner siebenjähriger Erfahrung als Videoapothekar und Altstadt-Begegnungsstätte vollumfänglich bestätigen kann. Als zukünftiger Bürgerdoktor, ähhh Bürgermeister, begleite ich mit einer zielgerichteten Politik in den Bereichen Tiefbauamt, Gewerbepolizei, Kleinst- und Kleinunternehmen, Gastronomie und (Medien-)Pädagogik Bern auf dem Weg zur Begegnungsstadt Europas. 

Weitere Zitate vom Film: Jof - Gaukler zu seiner Frau Mia: "Ich weiss schon, du glaubst mir nicht. Es ist aber doch so gewesen. Natürlich nicht so, wie du es gesehen haben würdest. Nein, es war eine andere Wirklichkeit." Skat - (Ex-)Gaukler: "Wer bestimmt hier, wer ist hier der Prinzipal, ich oder du?", sagt der als Tod verkleidete Skat zur menschlichen Seele Jof. Jöns - Knappe: "Wenn etwas unvollkommen ist in dieser unvollkommenen Welt, dann ist die Liebe am Vollkommensten in ihrer vollkommenen Unvollkommenheit." Lisa - genannt Kunigunde: "Süsser Plog, wenn wir heim kommen, sollst du jeden Tag Kartoffelklösschen mit Rotkraut und Preiselbeeren haben."