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Donnerstag, 24. März 2016

CHARLES MORT OU VIF Reportage de SSR ou (Filmtherapie 027/275): Ein Patron einer Uhrenfabrik im Westschweizer Fernsehen auf Abwegen - abwägen

Charles vor dem ökonomischen Tod und Auferstehung

Der katholische Filmdienst meint zum Alain Tanner Film: 

"Ein 50jähriger Industrieller versucht, den gesellschaftlichen Zwängen durch eine Flucht nach innen zu entkommen, wird aber schließlich ins Irrenhaus eingewiesen. Der erste lange Spielfilm von Alain Tanner überzeugt durch aufrichtiges kritisches Engagement, psychologisches Einfühlungsvermögen, die nüchterne Filmsprache und die spielerische Einbeziehung von Zitaten, die von Marx über Benjamin bis zu Volksweisheiten reichen. Eine überzeugende Auseinandersetzung mit einer Lebenskrise und zugleich eine bittere Beschreibung der Schweizer Wirklichkeit."




Charles - tot oder lebendig
CHARLES MORT OU VIF 

Schwarz-weiß. Schweiz, 1969
Drama 
:Le Groupe 5/SSR
VerleihKino:offen
Länge:95 Minuten
Erstaufführung:1979 Kino
:22706
Regie:Alain Tanner
Buch:Alain Tanner
Kamera:Renato Berta
Musik:Jacques Olivier
Schnitt:Sylvia Bachmann
Darsteller:François SimonMarie-Claire DufourMarcel RobertAndré SchmidtMaya Simon

Montag, 7. März 2016

MARTY (Filmtherapie 10/275) oder: Wie Mann und Frau sich schüchtern kennenlernen kann..

oder wie ich lernte Schwarz-Weiss-Filme zu lieben: Denn bis auf das Tanzen, den Glauben und den Heiratsdruck hat sich in 60 Jahren nix verändert, oder? 

Marty oder wenn die Urangst regiert,
abgewiesen zu werden


Marty Trailer



Die Liebesgeschichte zwischen einem Fleischergesellen und einer unscheinbaren jungen Frau in New York. Der mehrfach ausgezeichnete Film ist genau in der Milieuschilderung, psychologisch feinfühlig und hervorragend gespielt. Quelle: Lexikon des internationalen Films

Marty oder warum Männer
eifersüchtiger sind als Frauen


Marty oder was ist Projektion?


Marty oder wenn Du meinst,
Liebe entsteht reibungslos


Marty oder Dr. Strangelove verschreibt
Feministinnen eine Machoszene

Mittwoch, 2. März 2016

Filmtherapie (005/275) Hafen im Nebel (FRA 1936) in einer Kneipe in Le Havre. Ein Maler mit Selbstmordgedanken:

Anlass zur Filmwahl: Weil gestern meine liebste Albanerin Vjollca aus Panama zurückgekehrt ist und es im Film auch um einen Hafenbeizer namens Panama geht, dessen Gastgeberrolle mich an meine erinnert..


Panama empfängt den Deserteur in seiner Hafenkneipe:


Gastgeber Panama
Kurzversion auf Deutsch (119 sec)

Gastgeber Panama
Langversion auf Französisch (119 sec)


Wer ist in der Filmszene enthalten?
- Panama, Gastgeber der Hafenkneipe 
- Martial, sein trinkender Stammgast 
- Michel, ein depressiver Maler 
- Jean (Gabin), ein Deserteur

Depressiver Gast
Kurzversion auf Deutsch (44 sec)



Depressiver Gast
Langversion auf Französisch (200 sec)



Filmgenre: Poetischer Realismus,
verwandt mit Existenzialismus in der Literatur:

Der Poetische Realismus entstand geprägt durch die wirtschaftliche Krise Anfang der 1930er Jahre. Einige junge Regisseure wie Marcel CarnéJulien Duvivier und Jean Renoir, die schon keine Unbekannten mehr waren, kehrten etwa um 1935 bewusst der französischen Avantgarde den Rücken. Ihre Filme kennzeichneten die „Bevorzugung der düsteren Seiten des Lebens, Sympathie für die Benachteiligten, Aufmerksamkeit gegenüber sozialen Problemen, speziell dem Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft [und die] Situierung der Personen in einem spezifischen Milieu. Einige Filme dieser Schule, namentlich die Carnés, offenbarten ein unüberwindliches pessimistisches Lebensgefühl“ Ulrich GregorEnno Patalas: Geschichte des Films (1973)