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Freitag, 1. April 2016

LOVE IN THE AFTERNOON (Filmtherapie 035/275) oder: Wo wir Touristen im Berner Frühling überall küssen können

USA, 1957 
Komödie Literaturverfilmung von Billy Wilder

Die Liebesgeschichte eines jungen Mädchens, das sich einem alternden Playboy gegenüber als erfahrene Frau ausgibt, um sein Interesse zu wecken.


Claude Anets frivoler Roman verliert in Wilders Verfilmung durch die Fehlbesetzung mit Gary Cooper seine erotische Spannung und wird dank Audrey Hepburns koboldhaftem Charme zur romantischen Märchenkomödie.

(Remake der deutschen Komödie "Ariane", 1930)

Filmwissen für Besser-Wisser: Kein anderer Regisseur hat lustigere, beschwingtere und überraschendere Monologe/Filmanfänge als Billy Wilder

Sonntag, 13. März 2016

Das Nachtschatten-Kabinett von Dr. Strangelove (Filmtherapie 016/275) Rösi oder: warum die ehemalige Puffmutter oft mehr weiss als "Büechligschiedi"

Dr. Strangelove oder: Was die pensionierte Puffmutter & die aufstrebende Bund-Online-Chefredaktorin verbindet


Immobilien Stadt Bern und BKW oder:
Die Herrscher über das Aareufer
Siehe dazu auch Beitrag über Richard Bucher (014/275)




Samstag, 27. Februar 2016

Filmtherapie (001/275) Das siebente Siegel zum 7 Jahresjubiläum von Dr. Strangelove: Oder was macht das Leben lebenswert?

Anlass: Heute feiert meine Videoapotheke Dr. Strangelove seinen 7. Geburtstag. Heute starte ich mit der Filmdatenbank auf DRS 5 auch meine Kampagne für die Stapi'16-Wahlen. Die Auswahl an guten Filmen mit der SIEBEN im Titel ist gross: Sieben Samurai, Die glorreichen Sieben, Das verflixte 7, Hanekes 7. Kontinent, die 3 Clochards von Hinter den sieben Gleisen, Finchers Seven, die Siebtelbauern, 7 Dias en la Habana, Walt Disneys Erstling: Schneewittchen und die Sieben Zwergen. Trotzdem fällt es mir leicht die  Lieblingsszene aus diesen Filmen herauszuschälen.


Krankheitsbild: Die Szene kommt aus dem Film "Das siebente Siegel" von Ingmar Bergman, der entgegen der Medien-Propaganda, auf mich überhaupt nicht depressiv wirkt. Depressiv macht micht höchstens die Tatsache, dass ein Hollywood Blockbuster heutzutage am ersten Wochenende mehr eingespielt haben muss als das Gesamtwerk von meinem skandinavischen Lieblingsregisseur. Zudem verschwinden in unserer Gesellschaft nicht nur die Begegnungsräume, sondern durch Digitalisierungs-Pest auch die Begegnungsfähigkeit.


Zur Filmszene: Das siebte Siegel / Det sjunde inseglet (1957, 92', DEU oder SVE/d, Buch und Regie: Ingmar Bergman, Kamera: Gunnar Fischer) Mitte des 14. Jahrhunderts: Ritter Antonius Block kehrt mit seinem Knappen Jöns nach zehn Jahren Kreuzzug in seine Heimat Schweden zurück. Dort treffen sie auf die Pest und begegnen dem Gauklerpaar Mia und Josef. Der Film mit großer künstlerischer Kraft gestaltete Film meditiert über den Verlust von Sinnbezügen und die Suche nach Haltepunkten in einer neuzeitlichen Welt.


Warum ist diese Filmszene heilsam? Weil der Ritter (Max von Sydow) in dieser Minuten das Lebensglück ermisst und es erfasst, was ich mit meiner siebenjähriger Erfahrung als Videoapothekar und Altstadt-Begegnungsstätte vollumfänglich bestätigen kann. Als zukünftiger Bürgerdoktor, ähhh Bürgermeister, begleite ich mit einer zielgerichteten Politik in den Bereichen Tiefbauamt, Gewerbepolizei, Kleinst- und Kleinunternehmen, Gastronomie und (Medien-)Pädagogik Bern auf dem Weg zur Begegnungsstadt Europas. 

Weitere Zitate vom Film: Jof - Gaukler zu seiner Frau Mia: "Ich weiss schon, du glaubst mir nicht. Es ist aber doch so gewesen. Natürlich nicht so, wie du es gesehen haben würdest. Nein, es war eine andere Wirklichkeit." Skat - (Ex-)Gaukler: "Wer bestimmt hier, wer ist hier der Prinzipal, ich oder du?", sagt der als Tod verkleidete Skat zur menschlichen Seele Jof. Jöns - Knappe: "Wenn etwas unvollkommen ist in dieser unvollkommenen Welt, dann ist die Liebe am Vollkommensten in ihrer vollkommenen Unvollkommenheit." Lisa - genannt Kunigunde: "Süsser Plog, wenn wir heim kommen, sollst du jeden Tag Kartoffelklösschen mit Rotkraut und Preiselbeeren haben."